Kerzendocht – der Docht macht die Kerze

KerzendochtDer Kerzendocht wird gerne auch die Seele der Kerze genannt. Die Beschreibung trifft die Sache schon recht gut. Früher bezeichnete man den Docht aber auch als Lichtgarn. Der Docht der Kerze ist sehr wichtig und ausschlaggebend für die gute Verbrennung der Kerze.

Seele der Kerze

Betrachten wir eine Kerze äußerlich, erkennen wir den Wachskörper und natürlich den Docht der Kerze. Normalerweise geht der Kerzendocht durch die komplette Kerze und dient der sauberen Verbrennung.

Kerzendocht muss zur Kerze passen

Der Docht ist auch technisch gesehn ein wichtiger Bestandteil der Kerze, ohne Docht kein Kerzenabbrand. Der Docht transportiert bei einer entzündeten Kerze das verflüssigte Wachs. Ein sehr guter Kerzendocht von einer höherwertiigen Kerze ist daher auf die Kerze abgestimmt. Der Docht muss sowhl von seiner Stärke aber auch von der Flechtung seiner Garne abgestimmt werden.

Ein minderwertiger Kerzendocht

Leistet der Kerzenhersteller bei einer Kerze eine schlechte Abstimmung des Kerzendochts funktioniert die Kerze nicht vernünftig. Das bedeutet, dass die Kerze entweder stark rußt oder die Kerze stark tropft. Ist die Abstimmung sehr schlecht kann es auch sein, dass die Kerze gar nicht vernünftig brennt und erlischt. Das sind alles Kennzeichen einer eher preiswerten Kerze. Klar wird dadurch, dass die Abstimmung zwischen Docht und Kerze sehr entscheidend für wertige Kerze ist.

Flechtung des Kerzendochts

Meist besteht der Kerzendocht aus Baumwolle. Die Fasern werden gebleicht und zopfartig geflochten. Der Docht wird gereinigt und imprägniert.

Die Art der Flechtung ist für den Kerzendocht besonders wichtig: Der Docht muss so geflochten werden, dass er sich leicht krümmt. Die Krümmung hält das Dochtende in den Flammenrand. So wird dieser während des Brennens der Kerze fortlaufen abgebrannt und muss nicht mehr mit einer Schere gestutzt werden.

Der ideale Kerzendocht

Ein idealer Docht ist nämlich so geflohten, dass er sich durch die Krümmung zum äußeren Flammenrand biegt. Hierdurch kann der Sauerstoff der Verbreunnung beigeführt werdden. Durch die Krümmung kann der Docht aber auch gleichmäßig abbrennen. Im idealfall hat der Kerzendocht dadurch immer die richtige Länge. Er muss nicht mehr geschneuzt werden, also gekürzt werden, wie man fürher sagte.

Flachdocht oder Runddocht

Grundlegend gibt es zwei verschiedenen Dochtarten: Es gibt Flachdochte und Runddochte. Der Flachdocht eignet sich nicht für Bienenwachskerzen aber für alle anderen Kerzenarten. Der Runddocht ist für alle Kerzenarten geeignet. Es gibt ausserdem Dochte aus Glasfaser, dieser brennt nicht ab und ist daher speziell für Öllampen vorgesehn.