Kienspan – zum Anzünden des Kamins

Kienspan dient zum Entzünden des Kaminfeuers oder eines Feuers. Je nach Region oder Gegend wird Kienspan etwas anders bezeichnet. Kienspan wird in verschiedenen Gegenden oft auch als Kienholz bezeichnet. Anderswo wird Kienspan auch als Leuchtspan bezeichnet. Ein sehr veraltete Bezeichnung, die heutzutage nicht mehr gebräuchlich ist, nennt Kienspan auch Schleise oder Schleiße.

Als Kienspan bezeichnet man meistens ein etwa zwei- oder dreifinger breites Kiefernholzstück. Üblicherweise bezeichnet man als Kienspan ein abgespaltenes Holzstück von der Kiefer. Aber auch von Birke, Fichte, Ahorn, Tanne oder Buche werden Kienspäne gesammelt.

Kienspäne wurden zum Entzünden des Feuers in der Küche oder des Kaminfeuers verwendet. Aber auch als ganz einfache Zimmerbeleuchtung dienten Kienspäne. Kienspäne wurden auch mit Weiden gebündelt und zusammen in eine Halterung gesteckt.

Wie die Menschen die Kienspäne entdeckten kann man heute nur noch vermuten. Wahrscheinlich entdeckte man, dass die Kienspäne, als das verharzte Holzstück eine bessere Verbrennung aufwiess als normale Holzspäne. So griff man gerne auf die durch Baumharz getränkten Späne zurück. Kienspäne wurde somit aktiv gesucht und gezielt verwendet.