Warum brennt eine Kerze?

warum brennt eine KerzeKerzen gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Farben. Mit Duft oder ohne, Kerzen sind auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil in unserem Alltag. Auch wenn sie nicht mehr so wichtig sind wir vor einigen Jahrzehnten. Kerzen gehören noch immer in jeden Haushalt. Sehr interessant ist daher die Frage was wir über die einfache Lichtquellen und Wärmequellen aus Wachs wissen. Im Alltag verwenden wir sie mit einem hohen Selbstverständnis aber viele Dinge über Kerzen wissen wir nicht. Dabei ist der eigentliche Prozeß recht überschaubar und auch schnell erklärt.

Warum brennt eine Kerze?

Um künstliches Licht zu erzeugen werden Kerzen und offenes Feuer schon lange von den Menschen genutzt. Trotz aller Selbstverständlichkeit mit der wir eine Kerze entzünden und brennen lassen, stellt sich die Frage: Warum brennt eine Kerze? Es ist doch komisch, dass scheinbar nur der Docht brennt aber dennoch die Kerze verbraucht wird.

Der Kerzendocht brennt nicht

Um es vorab zu festzustellen: Es brennt nicht der Kerzendocht sondern das Wachs der Kerze. Der Docht dient in der Kerze nur der Weiterleitung des Kerzenwachs.

Kerzenwachs wird verflüssigt

Wird eine Kerze mit einem Streichholz oder einem Feuerzeug entzündet, so brennt ganz am Anfang für kurze Zeit der Kerzendocht. Durch die kleine Flamme am Kerzendocht wird das Wachs der Kerze erwärmt. Kerzenwachs wird schon bei recht niedriger Temperatur flüssig. Das flüssige Wachs steigt nun im Kerzendocht auf und verdampft an der Spitze des Dochtes. Die Kerzenflamme die wir sehen ist letztlich das verdampfende Kerzenwachs.

Die Kerzenverbrennung ist ein Kreislauf

Dadurch entsteht ein Kreislauf: Die Hitze die durch die Kerzenflamme erzeugt wird läßt wiederum Kerzenwachs verdampfen und verbrennen.

Durch die Verbrennung des Kerzenwachs entstehen Kohlenstoffpartikel die vom Kerzendocht durch heißen Gase nach oben steigen. Diese Partikel glühen sehr hell, dadurch entsteht die Kerzenflamme.

Die Zonen der Kerzenflamme

Kerzenflamme ZonenDie Kerzenflamme hat verschiedene Zonen:

  1. Die bläuliche Farbe am unteren Rand der Kerzenflamme entsteht durch eine thermo-chemische Reaktion mit der Freisetzung von Wasserstoff.
  2. Kurz über dem Docht wird das Wachs verdampft und nur teilweise verbrannt. Für eine vollständige Verbrennung fehlt ausreichend Sauerstoff. Daher leuchtet das Gas hier noch nicht und die Flamme erscheint dunkel.
  3. Über dieser Zone bildet sich der glühende Kohlenstoff-Staub, der bei der Verbrennung des Kerzenwachses entstanden ist. Hier leuchtet die Kerzenflamme am hellsten.
  4. Dadurch das die Kohlenstoffpartikel zum oberen Teil der Flamme hin abkühlen wirkt die Flammespitze etwas dunkler.
  5. Die Oberfläche der gesamten Kerzenflamme ist die aktivste Schicht. Hier findet mit höchsten Sauerstoffkontakt die vollständigste Verbrennung statt.

Die Kerzenflamme misst Temperaturen von 800° bis zu 1400° Celsius.

Nun wird es dunkel: Wir löschen die Kerze

Das Thema warum brennt eine Kerze, haben wir umfassend beleuchtet. Doch wie wird die Kerze gelöscht? Typischerweise wird die Kerze ausgeblasen, ganz klar. Dabei wird das verdampfende Wachs vom Kerzendocht weggepustet. Deswegen wird nicht mehr genug Kerzenwachs erwärmt. Der Kreislauf des Wachsverbrennens ist damit unterbrochen und die Kerze erlischt.

Es ist aber auch üblich eine Kerze mit einem Kerzenlöscher zu ersticken. Hierbei wird die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, ohne die die Verbrennung nicht forstgesetzt werden kann.